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Prinz Pi – Nichts War Umsonst

VÖ: 03.11.2017
Artist: Prinz Pi
Titel: Nichts War Umsonst
Label: Keine Liebe Records
Formate: CD, DL, 2x12“ Vinyl, ltd "Omega" Box
Styles: HipHop

»Die Macht der Sprache ist so groß wie nie.«

(»Sandstrand«)

Drei Nummer-eins-Alben in Folge, Goldstatus für »Kompass ohne Norden« und ein waschechter Radiohit mit dem Song »1,40m« – der lange und kopfsteinige Weg, den Prinz Pi seine Karriere nennt, hat den 37-Jährigen endlich ans Ziel geführt. Er ist trotz »Kompass ohne Norden« angekommen. Und zwar nicht nur an der Spitze der Charts, nicht nur im kollektiven Bewusstsein als ernstzunehmender Künstler, sondern in erster Linie bei sich selbst.

Knapp zwanzig Jahre, 13 Soloalben und unzählige Tourneen lang war Pi auf der Suche: nach seiner Vorstellung vom Leben und deren Verpflanzung in seine Kunst, seinem Standpunkt als gewachsener Musiker und erwachsener Mensch, seinem Platz in der HipHop-Szene, der Welt und weiter. Nun ist der Berliner da, wo er immer hinwollte: da, wo oben ist – ohne dabei das Unten aus den Augen verloren zu haben. Pi hat über all die Jahre seine Dues gepayt, wie es im HipHop-Jargon heißt. Und im Zuge dessen hat er begriffen: »Nichts war umsonst.« Eine Erkenntnis, die er konsequenterweise zum Titel und Leitmotiv seiner neuen Platte gemacht hat.

Auf den ersten Blick mag dieser Satz wie eine Floskel klingen. Wie eine Plattitüde. Eine Binsenweisheit ohne Belang. Doch wer Pi kennt und sich ein wenig mit seinem Werken und Wirken der vergangenen zwei Dekaden auseinandergesetzt hat, der weiß, dass er noch nie auch nur einen Schritt in seine Kunst ohne Grund getan hat. Außer Rebell zu sein vielleicht.

»Im Spiegel steht mein altes Ich

mit Messer und ermordet mich.«

(»Haus im Wald«)

Auf dem neuen Album geht es, grob gesagt, um die Dualität der Dinge. Um gelebte Kontraste. Um das Für und Wider der eigenen Existenz und darüber hinaus. Kurz: Um die zwei Seiten einer Medaille, die im Covermotiv ihre Entsprechung finden. So steht die eine Seite dafür, dass alles einen Wert hat: Jeder Augenblick, jede Erkenntnis, jede noch so schlechte Erfahrung ist kostbar. Weil sie definiert, wer wir sind.

Die andere Seite drückt aus, dass wir im Leben nichts geschenkt bekommen. Dass uns jeder Atemzug näher zum letzten bringt. Und dass wir die verdammte Pflicht haben, unser Leben in vollen Zügen auszukosten, damit wir am Ende wirklich voller Zufriedenheit sagen können: »Nichts war umsonst

»Wir haben gedämmert, jetzt wollen wir wieder brennen

von unserem Glück kann uns niemand trennen.«

(»Hellrot«)

Auch die Produktion, das gesamte Soundbild der neuen Platte, spiegelt das anfangs angesprochene Angekommensein wider. Zwar sind der Druck und die Dringlichkeit, die Prinz Pis Musik stets ausgezeichnet haben, nach wie vor vorhanden, doch die adoleszente Anti-Alles-Attitüde und Hitzköpfigkeit der ersten Platten sind längst einer alles umarmenden Wärme gewichen, die sich wie welkende Herbstblätter über den herzblutpumpenden Beatteppich legt.

Zusammen mit Biztram, Djorkaeff und Beatzarre hat Pi sein instrumentales Repertoire imposant erweitert; hat auditiv alles ausgeschöpft und sich durch den Einsatz von Gitarre, Orgel und Piano stellenweise mehr an Rhythm And Blues orientiert als am knarzenden Synth-Werk alter Westcoast-Vorbilder wie Eazy E. Die einzige Konstante, auch im Soundbild: Kontraste.

So wird der massige Titeltrack, der seit August in einer groß angelegten Kampagne von Sky für die Vorstellung der Handballbundesliga genutzt wird, auf einem Meer von Bläsern über wuchtige Druckwellen gepeitscht, während das fragile »Vielleicht« bereits an den Stimmen des Viviology Gospel Choir zu zerbrechen droht. Und die erste Single »Für immer und immer«, deren Video in Zusammenarbeit mit 20th Century Fox für den Kinofilm »Planet der Affen: Survival« entstanden ist, bauscht sich aus einer elegischen Pianomelodie zu einer mitreißenden Hymne für die Ewigkeit auf: »Für immer und immer, immer und immer.«

»Meine Probleme, die zerreißen mich,

doch irgendwie schaff’ ich es und bleibe ich.«

(»Meine Welt«)

Auch die große Stärke Prinz Pis, einfache Worte für die Komplexität der Welt zu finden und mit nur einem Satz ein ganzes Leben zu erklären, hat er auf »Nichts war umsonst« weiter ausgebaut. Formvollendet gelingt das beispielsweise im Song »Haus im Wald«. Gitarren-Lick, Bass, bleierner Beat und Emo-Chöre – dazu die quälende Verbalisierung eines Ichs, das nicht mehr sein will: »Die Stimmen toter Helden fließen aus den Boxen raus/Karohemd, Timberlands, Schrotgewehr mit Doppellauf.«

Das leuchtende Gegenstück dazu ist »Hellrot«, auf dem Prinz Pi mit Bosse all den Ballast seiner selbst abwirft und zurück ins Leben findet. Genauso wie auf »Das Original« feat. Mark Forster, eine weitere Ode an die Eine und das schöne Geschlecht an sich; eine lyrische Reinzeichnung von der Ästhetik der Frau, die Pi ohne täuschenden Instagram-Filter mit unpeinlichem Pop verwischt.

Und so ist »Nichts war umsonst« ein weiterer musikalischer Meilenstein auf dem Karriereweg von Prinz Pi, der nicht nur tiefer in sein Innerstes führt und uns dahin mitnimmt, sondern uns auch den täglichen Zwiespalt in uns selbst lautstark vor Augen führt; unser flackerndes Selbstwertgefühl. Doch wir wissen nun, dass wir keine Angst davor haben müssen. Und wahre Stärke erst dann entsteht, wenn man sich seinen inneren Kämpfen stellt. Denn jeder Fight ist eine neue Erfahrung, hat einen weiteren Erfahrungswert. »Nichts war umsonst

»Allein in meinem Zuhause, zu Hause im Alleinsein.

Jede, die sich angesprochen fühlt, wird auch gemeint sein.«

(»Haus im Wald«)



TOURTERMINE

26.01.2018 Stuttgart, Im Wizemann

27.01.2018 Leipzig, Haus Auensee

02.02.2018 Baunatal (bei Kassel), Stadthalle

03.02.2018 Münster, Skaters Palace

16.02.2018 Dresden, Schlachthof

17.02.2018 Wien (AT), Gasometer

18.02.2018 Erlangen, E- Werk

23.02.2018 Köln, E- Werk

24.02.2018 Hamburg, Docks

01.03.2018 Saarbrücken, Garage

02.03.2018 Zürich (CH), Kaufleuten

03.03.2018 Bern (CH), Bierhübeli

08.03.2018 Dortmund, FZW

09.03.2018 Hannover, Capitol

10.03.2018 Berlin, Columbiahalle

23.03.2018 Frankfurt, Batschkapp

24.03.2018 München, Muffathalle

12.04.2018 Herford, X

13.04.2018 Bremen, Aladin

KS: https://krasserstoff.com/tour/157523/
Eventim: http://www.eventim.de/tickets.html…

Cover

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